Fallschirmspringen in Hodenhagen

Am letzten Sonntag war es endlich soweit. Maja und Ulrike machten sich, nebst einigen Interessierten auf den Weg nach Meißendorf. Dort, so war die Info lt. Veranstalter Meido Skydive, der Flugplatz, an dem der Fallschirmsprung stattfinden sollte.

Seit dem letzten Jahr ist es eine liebgewonnen Geste, dass wir nicht nur für das Destedter Springturnier Sponsoren aquirieren, sondern auch für unsere Helfer versuchen, Gutscheine der besonderen Art zu bekommen.

So gab es bei der diesjährigen Helferparty eine Ballonrundfahrt vom Brockenballon zu gewinnen, ebenso ein Wellnesswochenende für 2 Personen im Schwarzwald, im Vierjahreszeiten am Schluchsee und eben einen Fallschirmsprung bei Meido Skydive.

Sonntagfrüh gegen 8.00 Uhr fuhren wir also Richtung Meißendorf. Dort angekommen, erwartete uns bereits Maja mit ihrer Familie, Ulrike und Sören waren ebenfalls vor Ort, viele Wohnwagen, ein Start und Landeplatz, aber das war es auch. Keine weitere Person, kein Flugzeug oder sonstiges.

Sind wir hier richtig? Maja, unsere Gewinnerin bei den Helfern, Ulrike, zwar auch fleißige Turnierhelferin, aber mit nicht ganz so viel Losglück, dafür mit „netten“ Eltern, die ihr zum Geburtstag den Sprung geschenkt hatten, waren schon sehr aufgeregt. Diese Aufregung wich ein wenig, der einsetzenden Enttäuschung… bis jemand aus seinem Wohnwagen krabbelte, sich verwundert die Augen rieb und fragte, was wir denn eigentlich hier wollten.

Na Fallschirmspringen! Schnell klärte sich auf, dass Beide eigentlich eine Information bekommen haben sollten, dass der Termin nach Hodenhagen verlegt wurde. Das Flugzeug wäre defekt, der Charterflieger zu groß für den Flugplatz Meißendorf, also Hodenhagen. In 20 Minuten sollten wir da sein, dann gehts los!

Also ab in die Fahrzeuge, mittlerweile waren weitere Zuschauer angekommen und mit der Fahrzeugkolonne, auf nach Hodenhagen.

Dieser Flugplatz war ein wenig besser zu finden. Auch etwas größer, ein kleines Sportheim sorgte für den benötigten Kaffee und Maja und Ulrike mussten vorab erstmal viele Fragen am Laptop beantworten.

Währenddessen wurde auf den Flieger über uns hingewiesen, „gleich springen da die ersten raus“. Das Flugzeug war so hoch, dass man diesen kaum erkannte und plötzlich fiel das erste „schwarze Pünktchen“ heraus und ein paar Sekunden später das zweite…. Ulrikes Kommentar: na bisher hatte ich meine Aufregung ja im Griff, aber….oh mein Gott….“ „Das hätte ich mir vielleicht nicht ansehen sollen“ 😉 Maja wirkte zwar aufgeregt, aber gutgelaunt, jedenfalls grinste sie die ganze Zeit, erst später war klar, das Lachen im Gesicht war einfach eingefroren, sprechen konnte sie nicht mehr, freundlich und zuversichtlich wollte sie aber immer wirken. Sie sprach wirklich erst wieder den ersten Satz, nach der Landung, soviel vorab!

Es folgten für Beide erstmal Sprunganzüge, jeder bekam einen passenden Overall und eine Art Geschirr an, um später dort an ihren Tandemspringer verankert zu werden. Es gab Kappen für den Kopf und eine Brille. Alles wurde auf perfekte Passgenauigkeit geprüft.

Andreas übernahm die Beiden zum einweisen. Der gesamte Ablauf wurde noch einmal erklärt, wann passiert was, wer springt zuerst, wie steigt man aus dem Flugzeug, wie lange dauert der freie Fall, wann wird der Schirm aufgemacht und wo sind wann die Hände zu platzieren. Ganz schön viel zu merken und das bei so viel Aufregung. Andreas versicherte jedoch, dass man nichts falsch machen könnte, man könne nur etwas beim Spung helfen, sollte diese Hilfe nicht erfolgen, wäre es auch kein Problem. Runter kommt man immer…. Zum Abschluß der Einweisung wurde die Landung geübt. Laut den erfahrenen Fallschirmspringern, der gefährlichste Teil des Gesamten. Hierfür wurde eine Bank genutzt. Maja und Ulrike sollten sich setzen, lernten das Komando, wann die Beine angezogen werden müssen und welches Komando gegeben wird, wenn die Beine zusätzlich noch ausgestreckt werden müssen.

Bestimmt wurde die Aufregung der Beiden nicht geringer, als es zum Flugzeug ging, eine kleine Maschine mit einer seitlichen Klappe. Ein Pilot und die Profispringer mit ihren „Anhängseln“ Maja und Ulrike quetschten sich hinein.

Wenig später ging es auch schon in die Luft. Bis das Flugzeug die Absprunghöhe von 3.000 – 3.500 Meter erreicht, hatte die mitgereiste Fangemeinde, rund 10 Minuten Pause. Dann kam das Flugzeug wieder in Sichtweite und Majas Füße, dank guter Ferngläser, wurden sichtbar. Diese mussten zuerst raus auf eine Art Bügel abgestellt werden bis sich ihr Profispringer auch gut positioniert hatte und dann folgt der freie Fall… Ulrike folgte kurze Zeit später ebenso mit ihrem Profispringer.

Der freie Fall dauert rund 40 Sekunden. Zählt mal 40 Sekunden und schaut gen Himmel, wie muss sich das anfühlen…??? Der Schirm bei Maya ging erwartungsgemäß zuerst auf, bei rund 1.500 Meter. Es folgte ein laut wahrnehmbares aufatmen von Majas Begleitungen am Boden. Kurze Zeit später das gleiche Spiel bei Ulrike. Wie Unterschiedlich hier die Wahrnehmung Aller ist, erfuhren wir kurze Zeit später, als Beide wieder sicher gelandet waren. Unsere Fallschirmspringer waren sich einig, es war einfach toll und unglaublich. Während Maja noch im Flugzeug kurz überlegt, „soll ich wirklich?“ war für Ulrike weder der Absprung noch der freie Fall, das gefährlichste, vielmehr als sich der Fallschirm öffnete, sie vermeintlich sicher gen Boden gleiteten, wurde ihr mulmig. „Hoffentlich hält der Schirm uns auch“.

Die vorher in Trockenübungen erlernte Landung, verlief perfekt, keiner verletzte sich und alle Beteiligten strahlten über das ganze Gesicht und Maja fand zum Glück auch ihre Sprache wieder. NOCHMAL…. da waren sich beide einig, würden sie dieses Abenteuer gerne wieder bestehen.

Das lag vor allem auch an den super netten und sehr professionellen Menschen bei Meido!

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich im Namen des Vereines für diese Möglichkeit bedanken. Es war ein tolles Erlebnis und wir kommen jederzeit sehr gerne wieder, egal ob nach Meißendorf oder Hodenhagen!

Vielen Dank Meido Skydive!

Vielen Dank auch an unsere Jugendwartin Antje. Sie hatte die Idee, ihren Mann zu fragen, der hätte doch einen Arbeitskollegen, kann der nicht einen Gutschein „klar machen“ Hat er gemacht und, wie es der Zufall wollte, hatte er an diesem Wochenende auch „Dienst“ und war Majas Fallschirmspringprofi.

Also auch an Andreas, ganz herzlichen Dank! Natürlich auch ein großes Dankeschön, an Ulrike Pilot Frank!